Ein bischen Hygge-Gefühl im Herbst gefällig?

Heute habe ich für Euch ein ganz besonderes Schmankerl: Ich stelle Euch Kristin vor. Kristin und ich haben uns über die Initiative „Frau❤Bau“ (www.frau-liebt-bau.de) kennengelernt und schon viele Parallelen entdeckt. Eine unserer Gemeinsamkeiten ist der Ansatz, dass man nicht viel Budget und Zeit braucht, um Räume behaglich zu gestalten. Genau zu diesem Thema hat Kristin einen kostenlosen Online-Kurs mit verschiedenen Videos für Euch konzipiert: Den Mini-Kurs Hygge Herbst. Und so gemütlich kann es dann auch bei Euch werden:
Ihr möchtet sicher gerne noch mehr über Kristin und ihre Arbeit erfahren, genau deshalb habe ich Kristin gebeten sich Euch kurz vorzustellen und mir einige Interview-Fragen zu beantworten:

„Hallo, liebe Leserinnen und Leser von Innenleben design, hallo liebe Kathrin! Ich bin Kristin Engel, Architektin aus Berlin und Mama von zwei kleinen Mädchen (bald 2 und frisch 4). Ich entwickle Raumkonzepte für Wohlfühlorte. Das kann Zuhause sein, ein Working-Space oder ein kleines Atelier. Seit mehr als 10 Jahren bin ich in meinem Beruf tätig, habe kleinere wie große Bauvorhaben betreut, hauptsächlich in den Bereichen Büro- und Verwaltungsbau, Hotel und Gastronomie. Vor sechs Jahren habe ich mich selbständig gemacht und meinen Schwerpunkt auf den Bereich Innenarchitektur gelegt. Ich liebe es, sehr persönliche Orte zu schaffen, an denen sich Nutzer fallen lassen und ganz bei sich sein können, die authentisch sind und Kraft geben.“

Kristin Engel, Dipl.-Ing. (Univ.) Architektin // www.studiokristinengel.de

Hier kommen nun die Interview-Fragen, ich wünsche Euch viel Spaß dabei meine Kollegin Kristin kennenzulernen:

1) Wann hast Du entschieden Architektur zu studieren?

Das war in der Tat sehr früh, mit ungefähr 14 Jahren. Architektur, Räume und Orte haben mich schon immer fasziniert. Ich schwankte damals aber zwischen Bühnenbild, Innenarchitektur und Architektur. Habe mich dann für die klassische Architektur entschieden, weil sie neben der Gestaltung auch stark die technische Komponente berücksichtigt. Gute Gestaltung ist eine logische Konsequenz, nichts willkürliches. Da ist die Architektur eine sehr gute Basis. Ich startete mit drei Semestern an der Fachhochschule und habe dann noch einmal auf die Universität gewechselt, was für mich genau der richtige Weg war, da an der TU München viel Wert auf gestalterische Grundlagen gelegt wurde und es weniger „praxisorientiert“ zuging als an der FH. Ich konnte zum Beispiel Vertiefungsemester am Lehrstuhl „Industrial Design“ belegen und hatte eine sehr gute Ausbildung im freien Gestalten, Architektur- und Kunstgeschichte. Das war genau das, was ich wollte.

2) Wie bist Du zu dem Spezialthema Interior Design gekommen?

Architektur und Innenarchitektur kann man nicht voneinander trennen. Sie müssen als Einheit betrachtet werden. Das Innere leitet sich meist vom Äußeren ab, manchmal auch umgekehrt. Wirklich gute Qualität bekommt ein Ort, wenn man alle Komponenten als Ganzes behandelt – ein Zusammenspiel von Innen, Außen und auch städtebaulichem Kontext. Ich habe als Architektin immer wieder mit Innenausbauten und Innenarchitektur zu tun, die Grenzen sind hier fließend. Innenarchitektur ist auch immer das, was mir am meisten Spaß macht. Der Umgang mit Farben, Materialien und Formen, das Erleben mit allen Sinnen. Aus Millionen Möglichkeiten etwas Kluges und Schönes zu erschaffen. Ich liebe es!

 

3) Gibt es Parallelen zwischen Deinem Kurs Hygge und Deinem persönlichen Mindset?

Hahaha, ich kann immer etwas Entspannung gebrauchen. Ich laufe eigentlich permanent auf Hochtouren. Projekte hier, was Neues da, Kinder und Familie, Freunde… Es ist einfach immer Trubel, alles und jeder kommt gefühlt zu kurz, selten läuft was nach Plan.

Hygge, diese wunderbare Bezeichnung haben die Dänen für eine ganz besondere Form des Wohlfühlens. Es ist eine Lebenseinstellung, in der man im Hier und Jetzt ist und das auch voll genießt. Eine Form von Einfachheit, Glück und Gemütlichkeit. Und für diese Gemütlichkeit braucht es natürlich einen Ort, an dem man sich fallen lassen und ganz bei sich sein kann, an dem man sich geborgen fühlt und Zuhause ist. Ein Platz zum Auftanken und kurz innehalten, auch wenn sich die Kinder gerade die Köpfe einhauen oder der Chef nervt. Es geht nicht um Perfektionismus und schickes Design, sondern um einen Ort voller Wärme und Liebe. Und den kann man schon mit wenigen, einfachen Maßnahmen selbst gestalten. Und wie erwähnt, bei uns herrscht immer irgendwie Chaos, wie bei vielen sicher auch. Man weiß nicht mehr wo einem der Kopf steht. Und doch genieße ich es und noch während ich einem Kind durch die Wohnung hinterher sprinte, weil es gerade wieder keine Socken anziehen will oder nicht in die Wanne möchte, denke ich „Och, haben wir’s hier schön und gemütlich!“

4) Wem empfiehlst Du Deinen Kurs?

Der Kurs ist für alle, die sich bei allem Trubel immer wieder eine kleine Auszeit gönnen wollen und für sich und ihre Familie ein gemütliches Zuhause wünschen. Vor allem jetzt, in der dunkleren Jahreszeit, möchten wir uns doch gern ein bisschen einkuscheln und lieben diese intimeren Momente. Ein schöner Familiennachmittag auf dem Sofa bei heißem Kakao oder ein gemütlicher Abend mit Freunden und Rotwein. Das Ganze in entspannter, gemütlicher Atmosphäre. Und natürlich ist der Kurs für all jene, die ebenfalls den Kindern nachjagen müssen und kleine Kämpfe austragen, aber dabei gern denken möchten „Aber haben wir es nicht gemütlich hier?! Unser Nest!“

5) Was macht Dir an Deinem Job als Interior Designerin am meisten Spaß?

Dass es sich eigentlich nicht wie Arbeit anfühlt. Jedes Projekt, jeder Kunde ist eine kleine, sehr spannende Reise. Ich weiß zu Beginn selbst nicht, wo sie enden wird. Ich entdecke meinen Gegenüber, nehme ihn wahr und versuche ihn mit seinen Träumen, Ängsten und Bedürfnissen einzufangen. Dann arbeite ich mit dem Ort, an dem er lebt oder arbeitet, und den baulichen Umständen und entwickle daraus eine sehr persönliche Umgebung. Mich berührt das sehr. Wenn drei Personen mit ein und derselben Wohnung zu mir kämen, gäbe es drei komplett verschiedene Konzepte. Sie lassen mich ein bisschen in ihre Seele schauen und ich schaffe genau den Ort, der ihnen gut tut, der perfekt zu ihnen passt. Keine schicke Kulisse, sondern einen sehr persönlichen, geschützten Raum. Das berührt mich und macht mich unheimlich glücklich, vor allem, wenn einem anschließend sehr tiefe Dankbarkeit entgegenkommt. Da habe ich oft schon ein bisschen Pipi in den Augen. Es geht nie nur um einen Raum, einen Ort. Es geht letztlich immer um das große Gefühl von „endlich Ankommen, endlich Zuhause“. Wir alle brauchen diesen Ort, an dem wir frei sein können, wir selbst sind. Egal, was vor der Tür gerade so abgeht.

6) An was arbeitest Du gerade und was wird Dein nächstes Raumgestaltungs-Projekt?

Oh, da darf ich gerade so schöne Sachen machen. Unter anderem zwei sehr schöne Ferienwohnungen, auf Usedom und in Bayern, dann ein kleines Appartement und ein Café und aktuellin der Pipeline noch ein größerer Working-Space von 400 qm. Da hätte ich auch super Bock drauf, fingers crossed!

Und natürlich mein kleiner Hygge-Kurs, auf den ich mich besonders freue. Es ist jedesmal eine sehr persönliche, schöne Atmosphäre zusammen mit den Teilnehmerinnen zu arbeiten. Der Austausch läuft über eine geschlossen Facebook-Gruppe. Dazu gibt es ergänzende Facebook-Lives, die sehr beliebt sind, da meine Teilnehmerinnen live Fragen stellen können und ich antworte mit Live-Skizzen auf ihre ganz individuellen Situationen. Das macht wahnsinnig Spaß und wird sehr dankbar aufgenommen. Mich beeindruckt sehr, wie motiviert und neugierig mitgemacht wird und was für tolle Ergebnisse erreicht werden können. Teilweise entstehen komplett neue Wohnungen. Das ist super faszinierend. 

Wer also noch bei dem kostenlosen Kurs „Hygge-Herbst“ mitmachen möchte, darf sich sehr gern anmelden. Er wird vom 28.November bis zum 01. Dezember laufen. Es gibt kurze Videos ins Postfach und ergänzend die Betreuung in der Facebook-Gruppe. Und es wird ganz sicher wieder sehr viel Spaß machen. Mehr zum kostenlosen Kurs findet Ihr hier: www.studiokristinengel.de/hygge-herbst/ – Wenn Du dann Blut geleckt hast, gibts danach noch die Möglichkeit am Kurs „Private Lounge“ teilzunehmen. Bleib gespannt!

Kristins Grüße an uns:

„Lieben Dank, dass ich dein Gast sein durfte und eine wunderbare, hyggelige Herbstzeit allen!“

Fotos: Studio Kristin Engel

PS: Heute ist auch wieder #sonntagsglück bei meiner Bloggerkollegin Katrin aka Soulsistermeetsfriends angesagt. Schau doch auch mal vorbei. Auf dem Karminrot-Blog bei Andrea gibts ausserdem den #samstagsplausch, da bin ich auch gerne mal wieder dabei. Lang ists her…

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