Das Projekt Tapetenwechsel

(Dieser Beitrag enthält Werbung) Im letzten Jahr habe ich meinen Stammkunden bei der Gestaltung und Neuorganisation des neuen Wohnhauses geholfen. Aktuell ist immer noch nicht alles gestaltet, was gestaltet werden sollte. So langsam möchte ich aber anfangen das Haus und die von mir mitgestalteten Räume zu fotografieren. Welcher Raum würde sich besser eignen, um den Anfang zu machen als der Eingangsbereich?! Leuchten fehlen noch teilweise, ein wenig Farbe an der Wand könnte auch nicht schaden und Tapete. Ja, Tapete! Mit großen opulenten Mustern zur Akzentuierung einzelner Wände. Warum nicht?

Tapete? Ja, Tapete!

Da fallen mir sofort wieder meine „klassischen“ Architekturprofs ein: „Tapete und dann noch mit Muster? Geht ja gar nicht!“ Bei mir schon, denn ich bin nicht klassisch. Ich habe Mut zu Farbe und ich breche gerne aus den klassischen „Mustern“ aus! Wo kämen wir den hin wenn alle Gebäude quadratisch, praktisch, gut wären? Nur weiße feinverputze Wände, klassische Möbel und bloß kein Stoff – schon gar nicht an den Fenstern in Form von Vorhängen! Aber ich liebe Stoffe und vor allem Tapeten! 

Ich liebe Tapete!

Als mich die Firma Erismann Tapeten dann anschrieb, wusste ich natürlich gleich, dass ich solch ein Projekt machen möchte! Dass es dann noch ganz anders kommen sollte als gedacht, steht auf einem anderen Blatt. Meine Lieblingskundin und ich suchten also Tapeten für drei verschiedene Bereiche im Haus aus, um zu entscheiden welcher Bereich denn nun für das Tapetenprojekt umgestaltet werden sollte. Wir entschieden uns für den Eingangsbereich des Hauses und suchten ein Urbanjungle-Muster für den Garderobenbereich aus: Die Tapete mit der Nummer 6303-07 stammt aus der Kollektion „Paradisio“ der Erismann & Cie. GmbH. Hier geht’s direkt zum Produkt: Kollektion Paradiso

Nun musste nur noch der Mann meiner Kundin überzeugt werden. Ich dachte: „Kein Problem, das schaffen wir!“ Leider teilte mir die Kundin dann nach dem Wochenende mit, seine erste Reaktion auf die Tapete sei nicht sehr positiv gewesen und davon ließ er sich auch nicht abbringen. Der Mann meiner Kundin hat leider ein kleines Tapeten-Trauma, denn die Vorbesitzerin des Hauses hatte Tapeten mit großflächigen und extravaganten Mustern im kompletten Haus verteilt und der Maler hatte seine liebe Mühe alles zu weißeln. Und jetzt kommen wir schon wieder mit einer solchen floralen Tapete! Diese Vliestapete, die wir ausgesucht haben ist aber im übrigen sehr leicht zu entfernen und so steht einem schnellen Tapetenwechsel in Zukunft nichts im Wege. 

Plan B musste also her. Was macht man, wenn man die Tapete nicht an die Wand bringen darf? Man tapeziert auf eine Holzplatte und macht einfach ein reversibles Bild daraus! Das kann einfach ausgetauscht werden, wenn man sich satt gesehen hat. Vielleicht gefällt es dem Mann dann ja doch! 

Ich habe also zuerst einmal einen Termin vor Ort gemacht, um zu sehen wie groß das „Bild“ werden soll. 0,80 x 1,60 m das passt gerade noch so in unser Auto. Ich habe mir also im Baumarkt eine Holzplatte auf dieses Maß schneiden lassen und dazu noch zwei Leisten (0,80 x 0,025 m) als Abstandhalter. Es ist immer sehr hilfreich, wenn man gute Firmen an der Hand hat als Planer. Ich habe also den Maler des Vertrauens angerufen, ob der mir diese Platte tapezieren kann. Die Kosten halten sich im Rahmen und das Ergebnis ist wenigstens nicht so dilettantisch, als hätte ich es selbst gemacht. 

Zusammen mit meinem lieben Kollegen Mario Limmer und dessen Akkubohrer bin ich nun an den Ort des Geschehens gereist und wir haben mit vereinten Gestalter- und Schreiner-Kräften das „Bild“ präpariert, um es an der Wand aufzuhängen. Direkt bei der Schuhbank unter der die Hausbewohner Ihre Schuhe abstellen, wenn Sie nach Hause kommen macht sich das Bild sehr gut. Sobald man nach Hause kommt – und ist es draußen noch so düster und grau – ist man durch das frische Grün des Tapetenmusters gut gelaunt. 

Der Rest des Flurs ist ebenfalls sehr schön geworden. Es ist so toll, wenn man Kunden hat, die einen guten Geschmack haben. Die Garderobenhaken von Petite Friture haben wir zusammen ausgesucht und die Schrank-Kommoden-Kombi, sowie die Galerie aus runden Spiegeln und die Deckenleuchten hat die Dame des Hauses mit ihrem exquisiten Geschmack selbst zusammengestellt. I like it! 

Fun Fact: Wenn ich mit meiner Kamera in einem Raum unterwegs bin, in dem es Spiegel gibt, MUSS ich immer mindestens ein Spiegelselfie machen! Warum sollen die auf der Festplatte versauern, die gibts ab sofort immer am Ende der Story! 

3 thoughts on “Das Projekt Tapetenwechsel

  1. Liebe Kathrin,
    kannst du Dich noch daran erinnern, dass ich nach einer Waldtapete für unseren Eingangsbereich gesucht habe? Diese hier kommt meiner Vorstellung recht nahe, auch wenn es nicht wirklich ein Wald ist. Hast du evtl. noch eine andere Tapete gesehen, die mehr nach Wald aussieht? Auf jeden Fall werde ich diese mal im Kopf behalten… will nämlich in den Weihnachtsferien das Projekt Eingangsbereich endlich in Angriff nehmen.
    Danke für deine Inspiration. Sieht super aus <3
    Liebe Grüße
    Mo

  2. Liebe Kathrin,
    die Umsetzung ist einfach nur brilliant gelungen. Ein toller Kompromiss aus den jeweiligen Wünschen! Die Idee werde ich mir in jedem Fall abspeichern.
    Auch deiner Kundin ein großes Kompliment: Sie hat wirklich einen großartigen Geschmack!
    Liebe Grüße!
    Julia

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