Zum Weltfrauentag ein bisschen Positivity!

Kürzlich habe ich ja angekündigt, dass es auf dem Blog ab sofort auch Posts zum Thema #positivity geben wird und nun ist es an der Zeit für den ersten dieser Posts. Heute ist Weltfrauentag und welcher Tag würde sich besser eignen mit dieser Kategorie zu beginnen!? Mein Thema ist heute: DU BIST GENUG!

Lange Zeit habe ich geglaubt, dass ich schlauer, schöner, dünner, – einfach anders sein müsste als ich tatsächlich bin. Ich wollte immer so sein wie die anderen Menschen in meinem Umfeld. Das hat in der Grundschule schon angefangen, in der weiterführenden Schule mit meinen damaligen Freundinnen ging es weiter. Erst als ich auf die Realschule gewechselt habe, fing ich an einen individuellen Stil zu entwickeln. Bloß kein Mainstream lautete damals meine Devise. Ich war in der Punk- und Gothic-Szene unterwegs, schminkte mich weiß und mit schwarzen Augen, trug gebleichte Jeans. Danach kam die Solarium-Phase: Ich rannte fast täglich ins Sonnenstudio, hatte künstliche Fingernägel und mein Minimalgewicht erreicht.

Über die darauffolgenden Jahre hat sich mein äußeres Erscheinungsbild noch oft verändert und gewandelt. Ich hatte kurze schwarze Haare, lange rote Locken, ich war blond. Ebenso habe ich alle Gewichtsstufen durchgemacht und fühlte mich nie wohl. Immer hat noch irgendwo etwas gezwickt. Selbst als ich keinen Bauch mehr hatte, fühlte ich einen.

Auch beruflich oder intellektuell war ich nie (für meine Verhältnisse) gut genug. Ich habe mich regelrecht abgestrampelt, wollte kreativer sein, schlaue Gespräche führen und war nie zufrieden. Ich wusste zu wenig, hatte keine Erfahrung und war sowieso völlig unkreativ.

Das Bild wie ich aussehen oder sein wollte hat sich über die Jahre verändert. Im Nachhinein stelle ich fest, dass ich eigentlich immer so sein wollte wie der Großteil meiner Umgebung. Ebenfalls stelle ich fest, dass die negativen Elemente in meinen Gedanken einfach nur Glaubenssätze waren, die mir von irgendjemand eingetrichtert wurden und sich in meinem Oberstübchen verfestigt haben.

Mittlerweile habe ich durch viele positive Menschen und Erlebnisse in meinem Leben Abschied genommen von all der negativen Energie. Ich habe mir Menschen zum Vorbild genommen, die vermeintlich nicht gesellschaftskonform, aber sehr stark sind.

Wenn man sich mit positiven Menschen und mit positiver Energie umgibt wird man davon selbst positiver.

Irgendwann hat es angefangen, dass ich froh war genau so zu sein, wie ich bin. Es muss im Laufe des vergangenen Jahres gewesen sein, ich glaube im Sommer. Ich fühlte mich einfach nur wohl. Mit kurzem Rock, im Badeanzug im Schwimmbad und das trotz all der Speckröllchen. Ich habe gemerkt, dass ich so viel mehr bin als mein Körper und es nicht darauf ankommt was die Waage zeigt. Ich kann auch gut gelaunt und fröhlich sein ohne das vermeintliche Idealgewicht.

Im letzten Quartal des Jahres habe ich dann folgende Erfahrung gemacht: Ich kann Bauleitung! Ich vermittle aufgrund meiner Hochsensibilität zwischen Bauherrn und Firmen. Ich wirke aufgrund meiner sensiblen Art beruhigend auf Menschen ein, denen ich gegenüber stehe oder mit denen ich telefoniere. Auch wenn ich mit jemand zu tun habe, der unangenehm ist komme ich damit klar. Ich trete auf der Baustelle und in Terminen souverän und ohne Angst auf. All meine Wesenszüge, die vermeintlich ungeeignet für eine Architektin sind, nützen mir doch im Beruf. Dachte ich doch ein Jahr zuvor noch, dass ich viel zu weich für diesen Beruf bin.

Ihr tollen Menschen da draußen – und heute natürlich besonders: Ihr tollen Frauen! – Ihr seid genau so gut wie Ihr seid, Ihr seid genug! Glaubt an Euch und macht Euer Ding! Lasst Euch von niemandem erzählen, dass ihr dünner, schlauer oder schöner sein müsst! Folgende Worte sollten Euer Mantra werden:

„Ich bin genug!“

Als kleines Goodie gibt es nun noch von mir für Euch noch ein ganz persönliches Video über meinen Werdegang in der Architektur. Feiert Euch und das Leben!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.