Wie Du es schaffst, Dich nicht über bestimmte Menschen zu ärgern – meine Tipps für Dich

Ich sitze mit einem Kunden in der Besprechung. Wir sitzen in seinem Büro am Schreibtisch, denn wir müssen am Rechner arbeiten. Sein Bürokollege hat ebenfalls einen Termin im gleichen Raum. Die Trennung ist nur durch einen Schrank gegeben. Wir hören uns gegenseitig sprechen. Das ist eigentlich nicht schlimm, denn jeder ist auf seine Arbeit konzentriert.
 
Mein Termin fragt mich, ob ich einen Kaffee oder ein Wasser möchte. Ich sage: „Gerne beides.“ Das sage ich immer. Aus dem Nebenzimmer ruft der Chef der beiden zu mir rüber: „Na, vielleicht noch einen Cocktail mit Schirmchen?“ Wer mich kennt, weiss was ich antworte: „Och, wenn Sie so fragen, gerne!“ Der Chef und mein Termin lachen. Ich lache. Es ist eine witzige und entspannte Atmosphäre. Plötzlich ruft der Bürokollege aus der anderen Ecke rüber:

„Frau Knieps-Vogelgesang können Sie bitte mal leiser lachen?“

Zack, da hab ich’s! Eigentlich bin ich mit meiner Persönlichkeitsentwicklung schon ziemlich weit fortgeschritten. Ich bin ja auch schon seit 10 Jahren dabei. So langsam wird’s auch mal Zeit. Ich habe mir das Ganze nicht wirklich zu Herzen genommen und kann auch jetzt noch drüber lachen. Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack. 

Zweite Szene: Dieser besagte Mensch, der in den Keller zum lachen geht, hat mich bei einem weiteren Geschäftstermin wieder zum Nachdenken gebracht. Es ging um verschiedene Dinge, die seiner Meinung nach nicht nach Plan gelaufen sind bei der Zusammenarbeit und er hat mir diese ziemlich anklagend an den Kopf geworfen. Die Schwingungen im Raum waren ziemlich schnell sehr negativ. Meine feinen HSP-Antennen fühlen das sehr schnell. Ich fühlte mich unwohl, überlegte was ich machen kann. Ich habe mit all meiner Kraft versucht mir die Kritik nicht zu Herzen zu nehmen. Zurück im Büro habe ich mit meinen Kolleginnen gesprochen und danach ging es dann schon wieder besser. 
 

„Fakt ist: Manche Menschen sind einfach so. Das ist deren Art und das kann an ganz verschiedenen Dingen liegen. Meist sind solche Menschen unzufrieden. Sie müssen irgendetwas kompensieren. Vielleicht meinen Sie es nicht persönlich. Vielleicht aber doch. Sie haben ein ausgeprägtes Geltungsbedürfnis. Nimm es nicht persönlich.“

(Kathrin Knieps-Vogelgesang) 
Gestern gab es dann noch eine dritte Szene mit genau dieser Person: Ich habe mein dienstliches Handy ausgeschaltet, vorher aber noch in die Mails geschaut. Das hätte ich besser sein lassen… oder nicht? Im Posteingang eine Mail von Freitagnachmittag mit dem Label „!!“ – Der Wortlaut in etwa so: „Bitte arbeiten Sie Änderungen in den Plan ein. Diese Änderungen sollten schon lange eingearbeitet sein. Lassen Sie uns die aktualisierten Zeichnungen bitte kurzfristig zukommen.“ Bei mir kam im ersten Moment Folgendes an: „Sie haben zum wiederholten Mal nicht das gemacht, was wir Ihnen gesagt haben. Sind Sie eigentlich völlig unfähig solche Kleinigkeiten zu beachten? Setzen Sie sich sofort an die Arbeit, aber flott!“ 
 
Dann habe ich aber versucht mit Abstand auf die ganze Sache zu schauen und habe gemerkt, dass es gar nicht mein Fehler war. Ich hatte die Info, die in den Plan eingearbeitet werden sollte, bisher überhaupt nicht. Das schrieb ich dann auch zurück mit dem Hinweis, dass ich die Änderungen sehr gerne einzeichnen kann. Eine Zeitangabe habe ich aber nicht gemacht. Am Montagmorgen kommen die Fenster für das Projekt OT14 und am Nachmittag arbeite ich die Änderungen ein. Schneller geht es nicht. Punkt. – Nun, wie komme ich also normalerweise mit solchen Konfrontationen von negativen Menschen zurecht?

Hier meine 3 Tipps, wenn es Euch ähnlich geht:

  • Erinnere Dich daran, dass es nicht an Dir liegt. Atme tief ein und wieder aus. Manchmal kann es allerdings sein, dass es doch an Dir liegt. Du hast einen Fehler gemacht, aber – so what – das ist nicht der Weltuntergang. Menschen machen Fehler, das ist völlig normal. Auch Dein Gegenüber macht Fehler. Sei Dir dessen bewusst.
  • Denke an all die schönen Momente in Deinem Job und in Deinem Leben. Rufe Dir Erinnerungen ins Gedächtnis an die Du gerne denkst. Denke an alle liebenswerten Kunden, die Wertschätzung dieser und die Freude an Deiner Arbeit. Du bist toll und leistest großartige Arbeit.
  • Sprich Dir bei Kollegen oder Freunden die Last von der Seele. Sprich über Deine Gefühle und das was in deinem Kopf vorgeht. Atme tief ein und wieder aus. 

Auf den Fotos seht Ihr übrigens die ersten Pfingstrosen des Jahres. In Zukunft werde ich mein Faible für Blühendes mit den Positivity-Beiträgen kombinieren. Wer kann noch böse Gedanken hegen, wenn er solch zarte und leuchtende Blüten sieht? 

Habt alle einen wundervollen Sonntag, ärgert Euch über niemanden, auch nicht über Euch selbst. Ihr seid Menschen. Menschen machen Fehler. Das ist nicht schlimm. Die Welt geht nicht unter davon. Ich bin jetzt noch schnell mit meinem Beitrag bei der Blogparade #sonntagsglück meiner Kollegin Katrin aka Soulsistermeetsfriends dabei. <3

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