Trier Architektour #2 – Der Hauptmarkt

Heute geht die Trier Architekt(o)ur weiter. In der ersten Episode ging meine Fotosafari vom Domfreihof über die Basilika-Platte zum Palastgarten und heute widme ich mich dem Hauptmarkt, der Dreh- und Angelpunkt in der Trierer Innenstadt.

Zentrum der Stadt Trier

Marktstände mit Obst- und Gemüseständen, der Weinpavillon, die Terrassen von verschiedenen Cafés und Restaurants ein reges Treiben von Einheimischen und Touristen – und im Winter den Weihnachtsmarkt: All das findet man auf dem Trierer Hauptmarkt. Nachdem Trier 958 das Marktrecht erhielt, wurde er zum Zentrum des mittelalterlichen Triers und ist es zum Teil auch bis heute geblieben. Der damalige Erzbischof Bertolf von Trier verlegte den Marktplatz von der Mosel auf den heutigen Standort.

Das Marktkreuz

Das Marktkreuz, auf dem letzten Foto unten zu sehen, erinnert noch an diesen Vorgang. Das Original des Kreuzes kann man im Stadtmuseum Simeonstift sehen. Auf dem Foto sieht man die Steipe. Sie wurde 1483 eingeweiht und hatte damals die Funktion eines Repräsentationshauses für Stadtrat und Honoratioren, sie beherbergte Gesellschaftsräume und Trinkstuben. 1944 wurde das Gebäude zerstört und 1970 wieder aufgebaut. Die Skulpturen bilden wichtige Heiligenfiguren für die Entstehungszeit Triers, leider konnte ich bisher noch nicht rausfinden welche genau. Vielleicht weiß es jemand von Euch? Die Originale sind ebenfalls im Simeonstift zu besichtigen. Übrigens: Den Namen hat das Gebäude von den Stützen im Erdgeschoss, das Wort „Steipe“ kommt aus dem trierischen Dialekt.

Ein weiteres Bauwerk auf dem Hauptmarkt das ich Euch zeigen möchte ist der Petrusbrunnen aus dem Jahr 1595. Erzbischof Johann VII. von Schönenberg ließ das Bauwerk errichten, beauftragt hat er den Bildhauer Hans Ruprecht Hoffmann. Namensgeber des Trierer Marktbrunnens ist der Hl. Petrus, der Schutzpatron des Trierer Doms und auch der Stadt ist. Man kann ihn auf der Spitze des achteckigen Brunnens sehen, rings herum sieht man die vier Kardinaltugenden des guten Stadtregiments: Justitia – die Gerechtigkeit, mit Schwert und Waage, Fortitudo – die Stärke, mit einer zerbrochenen Säule, Temperantia – die Mäßigung, mit Wein und Wasser, sowie Sapientia – die Weisheit, mit Spiegel und Schlange.

Bloggertreffen in Trier 2018

Die Originale sind wiederum im Stadtmuseum Simeonstift zu bestaunen. Ihr merkt also: Ein Besuch im Museum an der Porta Nigra ist sehr zu empfehlen. Ich hoffe ich habe Euch mit meinem Beitrag ein wenig Lust auf Trier gemacht, vielleicht klappt das ja mit meinem Projekt 2018: Ein Bloggertreffen in Trier! Lust drauf? Ich freue mich auf Euren Besuch!

Anmerkung: Ich muss gestehen, dass dieser Post schon einmal auf dem alten Blog online ging und zwar am 15. Oktober 2015. Zur Zeit ist hier alles ein wenig (positiv) turbulent, zudem waren zwei Wochen Ferien und nun ist das Kind auch schon seit gestern krank, gottseidank aber schon auf dem Weg der Besserung! Mir blieb also wenig Zeit, einen neuen Blogpost vorzubereiten. Nichtsdestotrotz habe ich ein wenig vorgearbeitet und wenn alles klappt geht nächste Woche ein Beitrag über das BAUHAUS online. Im Sommer waren wir in der tollen Ausstellung ALLES IST DESIGN in der Bundeskunsthalle in Bonn, da habe ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, all die tollen Objekte abzulichten, aber nächste Woche gibts mehr davon, versprochen!

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