Trier Architektour #1 – Dom, Palais, Basilika

In einer neuen Reihe möchte ich mich der Trierer Architektur widmen. Schon länger liebäugle ich damit und nun hat die Stadtführung an der ich gestern teilgenommen habe den Anstoß gegeben. Mehr oder weniger bekannte Trierer Gebäude möchte ich unter die Lupe nehmen, mit meiner Kamera einfangen und Geschichten dazu erzählen. Mal wird es ein Gebäude sein, mal zwei oder auch drei wie in diesem ersten Teil der Reihe. Mit Blick auf die Sternstraße und die vielen Touristen, die zurzeit Trier bevölkern beginnt die Stadtführung „Unser sagenhaftes Trier – kommt ich erzähl Euch Geschichten“. Sie ist Teil der Reihe Trier für Treverer“, aber auch für Stadt-Fremde gut geeignet. Ich bin ja nun keine waschechte Triererin und ich kannte trotzdem einige der Fakten, die bei den echten Trierern vorausgesetzt wurde.

Unsere Gruppe hatte gestern außerdem noch das große Glück bei der Premiere der sagenhaften Führung mit Gästebegleiterin Birgit Spitzley, die diese Führung zusammen mit zwei Kollegen konzipiert hat, dabei zu sein. Und ich kann sagen: es lohnt sich! Bei mir gehts aber heute natürlich nicht um die sagenumwobenen Geschichten, sondern um die Architektur! Vorm Dom stehend, mit Blick auf die Sternstraße geht es los.

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Die hohe Domkirche St. Peter zu Trier ist die älteste Bischofskirche in Deutschland. Sie ist nicht in einem Guss entstanden, sondern wurde innerhalb drei verschiedener Epochen errichtet: Spätantike, Mittelalter und Barockzeit. Ursprünglich wurde über einem Wohnhaus eine erste Basilika gebaut, die sich dann immer weiter entwickelt hat. Aus archäologischen Untersuchungen ist sogar noch ein Teil der etwa siebzig Quadratmeter großen Decke mit römischen Malereien erhalten. Diese ist bruchstückhaft zusammengesetzt im Museum am Dom ausgestellt. Seit 1986 zählt der Trierer Dom offiziell zum UNESCO-Welterbe. Noch bis zum 23. August ist im Museum am Dom die Ausstellung „Der Dom im Wandel – Die Renovierungen des 20. Jahrhunderts sehen.

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Einer der schönsten Rokoko-Paläste der Welt ist das kurfürstliche Palais, am Rand des Palastgartens. 1615 wurde unter Kurfürst Lothar von Metternich der heutige Nord- und Ostflügel errichtet. Philip Christoph von Sötern (ebenfalls Kurfürst von Trier) ließ West- und Südflügel errichten und Karl Kaspar von der Leyen hat den Bau abgeschlossen. Die besonders schöne Fassade des Südflügels, die man heute vom Palastgarten aus bewundern kann, ließ Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff um 1756 von Hofbaumeister Johannes Seiz errichten. Die Skulpturen stammen aus der Hand des Rokoko-Bildhauers Adam Ferdinand Dietz. Der große Saal des Palais und der Innenhof werden heute als Veranstaltungsort für Konzerte beispielsweise des Moselmusikfestival genutzt. Im restlichen Gebäude hat die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz ihren Sitz.

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Die Konstantinbasiklika ist einundsiebzig Meter lang, etwa dreiunddreißig Meter breit und über sechsund- dreißig Meter hoch. Der römische Kaiser Konstantin hat das heutige Gotteshaus ursprünglich als Thronsaal gebaut. Im Mittelalter wurde die Palastaula zu einer Burg umgebaut, man kann es auf dem Foto in der Mitte erkennen. Trierer Erzbischöfe und Kurfürsten nutzen sie ab dem 13. Jahrhundert als Residenz. Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV. restaurierte das Gebäude im 19. Jahrhundert als Kirche für die evangelische Gemeinde. Die Basilika wurde im Jahr 1856 als „Evangelische Kirche zum Erlöser“ geweiht. Im zweiten Weltkrieg wurde die Basilika zerstört und wieder restauriert, 1956 wurde sie dann erneut als evangelische Kirche geweiht. Bis zu 1.300 Menschen finden in der Basilika, die heute als Pfarrkirche der evangelischen Kirchengemeinde in Trier genutzt wird, Platz.

Ich hoffe der Mini-Rundgang durch Trier hat Euch gefallen! Ich verabschiede mich für heute mit dem Blick auf den Hauptmarkt und freue mich schon auf die nächste Tour. Ich hab noch so einige Bauten in petto, es bleibt spannend! Info: Wer die Trierer Sagen hören möchte ist herzlich eingeladen eine der Führungen bei Frau Spitzley oder ihren Kollegen zu buchen. Wendet Euch dazu an die Trierer Touristen Information.

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