Von Möbeln, Schaltern und Tapeten

Ich liebe das Messe-Flair und in diesem Jahr konnte ich es tatsächlich auch mal während der Woche genießen, durch die Hallen voller Design zu streifen. Ich war nämlich wieder einmal mit einem Haufen Bloggerinnen bei der BLOGST Lounge unterwegs und wir haben zusammen die Kölnmesse unsicher gemacht. Es war ein großes Wiedersehen und ein riesen Spaß. Schon am Montagnachmittag habe ich mich auf den Weg ins Feriendomizil nach Bachem/Ahrweiler gemacht, um am Dienstagmorgen von dort aus zu starten.

25 designverrückte Bloggerinnen machen die IMM unsicher

Zwischen Bonn und Köln ist immer Stau und so bin ich schon um 7 Uhr in der Frühe gestartet, um pünktlich in der Designpost anzukommen, wo wir unseren Rundgang gestartet haben. Frühstück und Kaffee gab es bei Montana Furniture und zusätzlich wurde eine Instagram-Challenge unter uns Bloggern ausgelobt, bei der man einen kleinen offenen Dream-Nachttisch gewinnen konnte. Ich hatte mich total auf das Styling gefreut und als es dann los ging war es mir zu viel Gewusel und ich konnte irgendwie nicht wirklich auf Kommando kreativ sein, so dass ich das dann gelassen habe mit der Challenge und so habe ich einfach im Nachgang ein Design Foto gestylt und auf Instagram hochgeladen.

Klare Formen bei Montana Furniture

Die Möbel von Montana gefallen mir immer noch super gut und mittlerweile (ich habe das Label schon im letzten Jahr kennengelernt) sind auch noch ein paar neue Teile dazu gekommen. Die Regale und Schränke gibt es in 42 verschiedenen Farben. Bei den Tischen kann man zudem noch das Gestell variieren. Das Panton Wire, das es im letzten Jahr nur als Würfel gab, ist in diesem Jahr auch halb erhältlich, so dass es nicht so weit in den Raum ragt, wenn man es an der Wand anbringt. Bei Montana habe ich mich sehr gefreut, Tanja Demmerath von der Agentur Impulse BC kennenzulernen. Tanja ist gebürtige Triererin, lebt aber schon lange mit Ihrer Familie in Berlin.

Nun ging es auf zur „richtigen“ Messe und zwar in den Europasaal, denn dort hatte sich Joop Living eingenistet. Es gab unterschiedliche Szenarien, wie etwa ein Badezimmer, Gäste WC und Schlaf- sowie Wohnzimmer. Alles recht dunkel gehalten und schön moody, viele Produkte in der Farbe „midnight blue“ und mit Stoffen der Firma „Rohleder“. Ich wusste bis zur Messe überhaupt nicht, dass Joop auch im Living Betreich tätig ist, aber einzelne Produkte haben mir ganz gut gefallen.

Joop Living kommt moody daher

Bei mir würden sie nur in einem nicht ganz so dunklen Setting gestylt und in Szene gesetzte werden. Ich brauche immer noch einen relativ hohen Weißanteil, um mich wohl zu fühlen. Diese weiße Kommode mit den gelben Blüten vor der schwarzen Wand hat allerdings schon was, oder? Von den Stoffen her sieht man viel Samt, ebenfalls dunkle Farben und geprägte Stoffe mit wiederkehrendem Joop-Muster, was mir persönlich allerdings ein wenig zu viel ist.

Bei Joop war es sehr dunkel, dafür ist die Wohnung, in der die Möbel und Accessoires von Tom Tailor Home & Living gezeigt werden sehr hell und pastellig. So schön! – und es gibt Rosa, Blumenmuster Design und Kissen Kissen Kissen! Im letzten Jahr haben wir den Truck von Tom Tailor besucht und in diesem Jahr waren wir in die kleine gemütliche Wohnung der „Tailors“ eingeladen.

Willkommen bei den Tailors!

In drei Gruppen durften wir eintreten und die einzelnen Räume der Wohnung ablichten. An dieser Stelle muss ich definitiv mein neues Weitwinkel-Objektiv loben, denn in solch kleinen engen Räumen ist es Gold wert und mit dem 50 mm hätte ich wahrscheinlich vom übernächsten Messestand aus Fotos machen müssen.

Bei dem Münchner Unternehmen Piure habe ich wieder einmal die klaren Formen und die klassische Eleganz bewundert. Ein solches NEX Glamour Sideboard mit Spiegelfront würde super in den Livingroom von OT 14 passen. Ich fang dann schon mal an zu sparen. Die neuen Spiegelfronten werden handwerklich hergestellt: In die Fläche werden verschiedenfarbige Pigmente eingearbeitet für besondere Lichteffekte im Raum.

Klassische Eleganz bei Piure

Die Fronten glitzern, glänzen und vergrößern den Raum in dem das Möbelstück steht. Das ist ein wichtiger Aspekt bei den Möbeln von Piure: Sie haben alle noch ein kleines „Add-On“. Es ist eben nicht nur eine Kommode, sie macht den Raum durch die Spiegelfront größer und hat so noch eine weitere Funktion.

„Dieser Schalter wird bevorzugt von Architekten ausgewählt, weil er so geradlinig und flach ist.“ erzählt uns der nette Herr von Gira auf dem Messestand des Unternehmens. Die Rede ist von dem Schalterprogramm E22, das mit einem speziellen Montageverfahren 3 mm flach auf der Wand installiert werden kann. Die Marke GIRA kenne ich schon seit meiner Ausbildung zur Bauzeichnerin – 1995 bis 1998 – das kommt mir gerade vor, als wäre es in einem anderen Leben gewesen.

Der „Architektenschalter“ von Gira

Ich freue mich nun mehr über das Unternehmen zu erfahren und habe mir auch gleich nach unserer Führung einen Katalog geordert. Die Schalterprogramme und auch die SmartHome Technologie könnten für meine Kunden sehr interessant sein. Der zweite Schalter, der es mir angetan hat ist aus der Serie „Esprit“, die mehrere Materialien vereint. Es gibt unterschiedliche Ausführungen, die kombiniert werden können: Linoleum-Multiplex, Glas oder verschiedene Metall-Varianten. Das Linoleum kommt aus dem Hause FORBO.

Auf Design House Stockholm habe ich mich besonders gefreut. Claudia Gabriel vom Medienbüro Deutschland hatte uns vorher schon die Neuheiten als PDF-Sheet geschickt und die Lampe LUNA, ganz klassisch im Design, hat es mir am meisten angetan, zwei oder drei dieser Leuchten einfach über einen Esstisch installiert und die perfekte Beleuchtung für ein Dinner ist inszeniert. Man kann sie auch auf unterschiedlichen Höhen installieren und so eine Art Kunstinstallation erzeugen.

Große Emotionen bei Design House Stockholm

An diesem Tag kamen wir aber noch in den besonderen Genuss von dem Gründer und Geschäftsführer persönlich betreut zu werden. Anders Färdig erzählt uns über seine Auffassung von gutem Design und er muss es wirklich sehr emotional gemacht haben, denn viele aus unserer Gruppe sind danach sehr bewegt. Ich habe die Emotionen leider nicht so mitbekommen, es haperte wieder an meinem Englisch. Ich habe mich einfach zu viel darauf konzentriert zu verstehen was er sagt und dabei gingen die Emotionen leider verloren. Aber hey, ich habe ziemlich viel verstanden und das ist doch auch schon was, oder?

Zum krönenden Abschluss haben wir traditionell den Stand des Deutschen Tapeten-Instituts besucht. Das Stand Design hat sich in diesem Jahr an der statistischen Zahl der Umzüge orientiert. Immer mehr Menschen ziehen um: Mehr als 11 Millionen Bundesbürger ziehen jedes Jahr in ein neues Zuhause und noch einmal die gleiche Anzahl würde gerne umziehen. Der Stand wurde von — als Nomadenzelt gestaltet und natürlich bestanden Dach, Boden und Möbel aus Tapeten.

Die Stadtnomaden beim Tapeteninstitut

Eines der Möbel haben wir zusammen mit der Künstlerin gebaut. Der Hocker aus 12 Tapetenrollen ist stabil und innerhalb kürzester Zeit gebaut. Danach hat uns Tapetenexpertin Ulrike Reich noch einige der neuen Kollektionen gezeigt, darunter auch eine Linie meiner Architektur-Ikone Zaha Hadid, rest in peace my dear! Ganz im Stil Ihrer Architektur erkenne ich es sofort, wenn Sie etwas designt hat und mir gefallen fast all Ihre Entwürfe.

Am Abend waren wir dann zum Abschluss noch mit Grohe in der Kochschule Marieneck in Mühlheim, haben lecker gespeist und einiges über Schutz vor Wasserschäden im Gebäude erfahren. Vielen Dank für diesen tollen Tag an alle, die dabei waren!

Ich springe jetzt noch schnell zu Katrin aka Soulsistermeetsfriends rüber, denn Messeglück ist auch Sonntagsglück! ❤

2 thoughts on “Von Möbeln, Schaltern und Tapeten

  1. Liebe kathrin,
    so schön dass Du mit dabei warst! Ich setz mich auch gerade mit den Schaltern für unsere Ferienwohnung auseinander und finde wir haben da echt tolle Inspirationen gefunden!
    auf ganz bald!
    Liebste Grüße
    Clara

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