Mein Raum für kreatives Arbeiten + Buchvorstellung

(Dieser Beitrag enthält Werbung) „Welcher Arbeitsplatz ist das? Die Schreibtische von Designerinnen sehen ja alle gleich aus!“, stellte kürzlich mein Sohn fest, als ich ihm die Fotos meines Arbeitsplatzes gezeigt habe. Ist es wirklich so einfach? Sehen die Arbeitsplätze von Kreativen alle gleich oder ähnlich aus? Ich glaube nicht! Vor allem kommt es auch immer darauf an, um welche Art von Kreativität es sich handelt. Arbeitet ein Grafik-Designer zu Hause im Homeoffice oder arbeitet eine Innenarchitektin im Coworking Space? Ist es überhaupt möglich mit anderen zusammen zu arbeiten oder ist die kreative Arbeit, wie zum Beispiel an einer Nähmaschine, viel zu laut, um damit in einer Bürogemeinschaft oder im Coworking zu sitzen? Die Möglichkeiten sind noch ein gutes Stück vielfältiger und man kann sich viele viele Varianten und Kombinationsmöglichkeiten überlegen. Eines haben aber alle möglichen Arbeitsplätze gemeinsam: Die Kreativität soll gefördert werden und das Office muss gut organisiert sein!

Gute Organisation ist schon die halbe Miete

Ich habe mich schon bei den Recherchen für meine Masterthesis im Fach Innenarchitektur mit dem Thema (Wohnen &) Arbeiten beschäftigt. Ein weitreichendes Thema und vor allem super interessant! Im Frühjahr kam passenderweise vom Callwey Verlag die Anfrage, ob ich folgendes Buch rezensieren möchte: „Space for Creative Thinking“. Als das Buch dann da war, hab ich kurz geschluckt, denn es ist komplett in Englisch verfasst. Wer mich kennt, weiß, dass ich nie Englisch in der Schule hatte. Ich habe mir alles was ich in dieser Sprache kann selbst angeeignet. Zur Zeit lerne ich gerade mit meinem Sohn Englisch und deshalb habe ich mich der Herausforderung gestellt. Man wächst ja an seinen Aufgaben oder wie war das?

Auf insgesamt 256 Seiten werden in der Publikation von Christine Kohlert und Scott Cooper zahlreiche Designgrundsätze für Lern- und Arbeitsräume vorgestellt. Den acht Kapiteln ist jeweils eine Farbe zugeordnet und sie werden mit einem passenden Zitat eingeleitet, wie zum Beispiel Kapitel 4 „Spaces for Work“ – Räume zum Arbeiten: „Inspiration usually comes during work rather than before it.“ Ich übersetze dieses Zitat von Madeleine L´Engle für mich folgendermaßen: Nicht nur ein Zuhause sollte ästhetisch und funktional gestaltet sein, sondern auch oder gerade ein Arbeitsplatz MUSS definitiv so gestaltet sein, dass es der Kreativität und der Produktivität zuträglich ist. Die Inspiration sollte während des Arbeitens kommen.

Das Buch im Detail

Eine ausgewogene Mischung zwischen Fotos von schon gebauten „Creative Spaces“, Grundrissen und Tipps zur Gestaltung derer macht das Buch zu einem fabelhaften Nachschlagewerk für alle, die Räume für kreatives und effektives Schaffen planen. Um herauszufinden, was einen gutes Umfeld zum Lernen und Arbeiten ausmacht, habe sich die Autoren mit verschiedenen Lernmethoden, experimentellen Raumformen oder tradierten Arbeitspraktiken beschäftigt. Es wird über Farben, Pflanzen, Materialien, Kommunikation und Konzentration geschrieben. All das ist wichtig, wenn man sich mit dem Gestalten von Arbeits-, Konferenz- und Workshopräumen beschäftigt.

Passend zur Buchvorstellung habe ich mir überlegt – wie man sieht – hier einmal meinen eigenen Arbeitsplatz zu zeigen. In meinen Instagram Stories sieht man ja manchmal kleine Ausschnitte und Sneek Peaks, aber so richtig ganz habe ich ihn schon lange nicht mehr gezeigt. Vor Kurzem habe ich aber ein wenig umgestaltet und neu organisiert und nun ist er einigermaßen vorzeigbar. Wenn man auf so kleinem Raum arbeitet, ist es noch wichtiger, dass alles seinen Platz hat.

Alles hat seinen Platz

Boxen, Zeitschriftensammler und Ordner sind da unumgänglich. Mittlerweile bin ich da ganz gut ausgerüstet. Ich habe am Schreibtisch immer ein Moodboard an der Wand, das mal mehr oder weniger oft ausgetauscht und neu bestückt wird. Diese lose Sammlung sorgt für die nötige Inspiration und das kreative Schaffen geht leichter von der Hand.

Welche Tools nutzt Ihr, um Eure Kreativität zu fördern? Habt Ihr auch ein Moodboard oder ist Euer Schreibtisch ganz clean? Ich freue mich über Erfahrungsberichte und wenn Ihr noch mehr Kreativität und Produktivität am Arbeitsplatz rausholen wollt, müsst Ihr Euch unbedingt das Buch zulegen:

„Space for Creative Thinking“

59,95 Euro via Callwey Verlag
Erscheinungsdatum: 12.05.2017
Ausstattung: Gebunden
Seitenanzahl: 256
ISBN: 978-3-7667-2267-6

Und hier noch ein kleines Extra:
Interview mit der Autorin Christine Kohlert

*Dieser Post ist Teil der Blogparade #sonntagsglück von Katrin Rembold auf Soulsistermeetsfriends.

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6 thoughts on “Mein Raum für kreatives Arbeiten + Buchvorstellung

  1. liebe Kathrin,
    Danke für den schönen Link bei meiner Blogparade #sonntagsglück … ich glaube, das Buch will ich haben! Passt perfekt: ich richte mir doch gerade ein neues Büro ein … und das wird ganz bestimmt ein guter Platz für kreative Ideen. Da kann ich mir bei dir gleich ein paar Tipps abgucken. Hab‘ einen fabelhaften Sonntag und weiterhin viel Spaß an deinem coolen Arbeitsplatz.
    herzlichst Katrin / soulsister meets friends

  2. Für mich ist vor allem wichtig, dass alles an seinem Platz liegt. Da ich blind bin, kann ich eine Fläche nicht mit einem Blick erfassen, sondern muß diese abtasten. Und das ist ein Zeitkiller.

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