Innenleben Projekt: Badezimmer Barrierefrei

Da ist es also: Mein erstes Badezimmer! Während meiner Studienzeit, bei verschiedenen Praktika und auch später im Berufsleben, als ich noch angestellt war, habe ich unzählige Badezimmer entwickelt und entworfen. Toiletten und Waschbecken rausgesucht, bodengleiche Duschen entworfen und Fliesenspiegel gezeichnet. Im Anschluss wurden dann Angebote eingeholt, Preise verglichen und Rechnungen geprüft. Einen Badezimmer-Umbau von A bis Z begleitet, hatte ich bislang allerdings noch nie.

Aus alt mach neu

Das vorhandene Badezimmer (Alter: über 30 Jahre) sollte runderneuert werden. Die Kunden wünschten sich ein großzügiges Wohnbad inklusive altersgerechter Barrierefreiheit. Durch diesen letzten Aspekt konnte ein Zuschuss (455 – altersgerecht umbauen) bei der KfW beantragt werden. Ein solcher Zuschuss muss immer VOR Beginn der Baumaßnahme beantragt werden. Der erste Schritt für mich war also der Entwurf, als Grundlage für die Angebotsanfragen.

Die neue Barrierefreiheit

Beim Aspekt der Barrierefreiheit ist darauf zu achten, dass das Waschbecken genügend Beinfreiheit bietet (für den Fall, dass man dieses mit dem Rollstuhl unterfahren muss) oder höhenverstellbar ist. Die Dusche muss bodengleich und die Sitzhöhe des WC´s angepasst oder flexibel sein. Außerdem sollte genügend Bewegungsfläche um die Sanitärobjekte vorhanden sein und die Tür sollte nach außen zu öffnen oder als Schiebetür ausgeführt sein. Hier seht Ihr nun meinen Entwurf in Form einer Produktcollage, bei dem ich versucht habe alle gewünschten und benötigten Vorgaben einfließen zu lassen:

 

Bei der Dusche war es mir beispielsweise wichtig, dass die Fliesen um die Duschrinne nicht allzusehr gestückelt sind, um das Gefälle hinzubekommen. Dieses Problem lässt sich leicht mit einem Kleinmosai, in den gleichen Farben wie die übrigen Boden-Fliesen, lösen. Gleichzeitig ist der Raum der Dusche optisch getrennt vom restlichen Badezimmer: Ich habe also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

Die Auswahl der Produkte

Nachdem der Entwurf stand, habe ich mich mit den Kunden auf den Weg zur Firma Leysser gemacht, um dort die Sanitärobjekte auszusuchen. Zur Firma Leysser habe ich gute Kontakte und fühle mich immer gut beraten – super, wenn die beauftragte Sanitärfirma ihr Material auch von dort bezieht. Nachdem das Angebot dann noch zwei- bis dreimal angepasst war, wurde beauftragt.

Die Fliesen waren beim örtlichen Fliesenhandel auch schnell ausgesucht und ich konnte die Wandabwicklungen mit Fliesenspiegel zeichnen, um diese an den Fliesenleger weiterzugeben. Weiterhin wurde noch neue Elektrik koordiniert und eine Glasscheibe als Duschabtrennung bestellt. Als alle Angebote vorlagen, habe ich über die KfW den Zuschuss beantragt und dieser wurde auch sofort zugesagt.

Tipp: Solche Zuschüsse bei der KfW am besten immer am Anfang des Jahres beantragen, denn mittlerweile sind die Mittel im Bereich „Altersgerecht umbauen“ für 2017 schon ausgeschöpft.

Da wir keine klassische Bordüre über der Tür oder in Höhe der Vorwandinstallationen wollten, haben wir uns kurzerhand entschieden die Bordüre vertikal anbringen zu lassen. An dieser Stelle ein riesen Dankeschön an Herrn Innenleben, der mir diesen Stupser in Richtung „thinking outside the box“ gegeben hat! 😉 An allen vier Wänden des Raumes gibt es nun eine Bordüre vom Boden bis zur Decke, so sind noch einmal zusätzlich optische Unterteilungen und Abgrenzungen des Raumes entstanden.

Die Accessoires und die Beleuchtung

So konnte getrost ein klassischer Handtuchhalter als Heizkörper her – ohne, dass es zu klassisch wird. Unter dem Waschbecken haben wir uns für einen Design-Siphon entschieden und auch die Dusche wird ein wenig luxuriöser durch die Kombination von Kopf- und Handbrause. Die Beleuchtung erfolgt punktuell mit eingelassenen Spots und natürlich befindet sich zusätzlich im Bereich des Spiegels über dem Waschbecken eine Kosmetikbeleuchtung. Ein schmaler hoher Wandschrank bietet genügend Platz für die Dinge des täglichen Gebrauchs und komplettiert das Badezimmer.

Dankeschön!

Vielen Dank an dieser Stelle für die gute Zusammenarbeit an alle beteiligten Firmen: Die Glaswerkstatt, Leysser GmbH, Schlachter&Flieger Elektro GmbH, Fliesen Frank Trier und Trompeter Heizungsbau GmbH.

Vielen lieben Dank natürlich auch an meine Eltern (die bei diesem Projekt die Bauherren waren) für das entgegengebrachte Vertrauen! Ich freue mich, dass es Euch so gut gefällt und Ihr Euch wohlfühlt!

 

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4 thoughts on “Innenleben Projekt: Badezimmer Barrierefrei

    1. Vielen vielen Dank liebe Andrea!!! Ich freue mich, dass es Dir gefällt! Du weißt ja dann, an wen Du Dich wenden musst, wenn Du ein neues Bad brauchst! 😉 Liebe Grüße

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