IMM Cologne, Klappe die dritte: Fünf Trends

Stoffe, Materialien, Grünpflanzen, gedeckte Tische, Leuchten – so viele Eindrücke, neue Ideen und Inspirationen liefert die IMM Cologne jedes Jahr. Sie gehört für mich zu Beginn des Jahres einfach dazu und wenn ich da bin, dann kann ich mich gar nicht satt sehen an all den schönen Dingen. Dieses Jahr war ich schon zum 4. Mal in den heiligen Hallen der Koelnmesse zu Besuch. In meinem letzten Blogpost über die diesjährige Kölner Möbelmesse möchte ich Euch nun erzählen, welche Trends sich für mich persönlich an den zwei Tagen herauskristallisiert haben.

Trend 1: Leder, Holz, extravagante Stoffe

Ruhemöbel kommen dieses Jahr cognacfarben daher. Moderne, nordische Kleinmöbel werden mit ausladenden Ledersofas kombiniert, auf dem ersten Foto bei Muuto gesehen. Dazu werden Kissen, Decken und Teppiche in Erdfarben kombiniert: beige, dunkelbraun und sandfarben, gesehen am Stand von Bolia. Holz war eine zeitlang so ganz unbehandelt von der Bildfläche verschwunden, die Kommoden, Schränke und Tische wurden weiß oder andersfarbig lackiert hergestellt. Holzmöbel erfahren gerade ein Comeback, mehrere Firmen produzieren zusätzlich zu ihren lackierten Produktlinien einzelne Möbel unlackiert.

Holz Comeback

Ausgewählte Labels produzieren sogar einzig und allein nur Möbel aus naturbelassenem Holz. Weiterhin haben natürlich Klassiker wie der S64 von Thonet Bestand. Bei der Sitzmöbelmanufaktur Freifrau wurden die bestehenden Entwürfe, wie etwa der Leya Cocktail Wingback Chair, mit neuen extravaganten Stoffen ausgestattet. Weicher Samt oder fein gewebte Stoffe lassen die Möbelstücke in ganz anderem Licht erscheinen. Ebenfalls mit Samt arbeitet Gubi: Der Beetle Lounge Chair erstrahlt in mattblauem Samt, entdeckt habe ich ihn nicht am Stand von Gubi selbst, sondern bei Hoptimist.

 

Trend 2: Urban Jungle, Blumen und Pflanzen

Grün entdeckt man überall auf der Messe, es wird sehr viel mit frischem Grün gearbeitet und an fast allen Ständen gibt es mindestens eine Blüte. In vielen Fällen wird aber mit deutlich mehr Zimmerpflanzen gearbeitet. Pflanzen, Blüten und frisches Grün gehören einfach in den heutigen, modernen Wohnräumen dazu. Hoptimist dekoriert eine einzelne weiße Blüte in einer Nordicdesign-Vase, Harto kombiniert eine Yucca-Palme zum Workspace, Bolia arbeitet mit feinen Gräsern und frischen Limetten zu einer ganzen Horde weißer Vasen. Pulpoproducts lässt Sebastian Herkners Container mit farblich passenden Blumen wirken.

Trend 3: Tablesettings, Keramik und Metallelemente

Viele viele Esstische habe ich gesehen. Okay, man könnte sagen, dass es daran liegt, weil ich schon länger auf der Suche nach einem neuen Esstisch für unser eigenes Zuhause bin. Man nimmt sich wieder Zeit Esstische zu dekorieren. Artek präsentiert mehrere kleine Holztische aneinandergereiht als große Tafel, dekoriert mit frischem Obst und goldfarbenen Pendelleuchten. Man möchte heute entspannte und fröhliche Feste feiern und dazu wird alles genau vorbereitet und geplant, ebenso natürlich der Esstisch, um den sich bei einem solchen Fest alles dreht. Ich habe den Eindruck, dass Dekoration sowieso wieder populärer wird und man sich Zeit dafür nimmt. Es gibt wahnsinnig viele dekorative Keramik Geschirr Kollektionen, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Vor einem großen Essen den Tisch zu decken und sich die Deko zu überlegen kann durchaus sehr entspannend sein.

Trend 4: Farben und Muster

Die Wohnräume werden bunt. Schwarz und weiß werden mit Knallfarben kombiniert. Wohntextilien, Kleinmöbel und Accessoires sind in bunte Farben getaucht. Die Farbgebung der einzelnen Interior-Labels setzt Akzente, texturiert und schafft Kontraste: Vitra kombiniert einen Teppich im Schwarzweiß Look mit einem kanariengelben Pantonchair. Petite Friture setzt bei der Farbgebung von GRID auf Kontraste: Die Grundfarbe der Chaiselongue ist grau, dazu gibt es einen Akzent in hummerrot in Form eines halbrunden Lederkissens. Cristian Zuzunaga arbeitet bei seiner nachhaltigen Heimtextil-Kollektion mit stark verpixelten Fotos von Stadtplänen oder Naturfotos. Raumplus kombiniert gleich zwei Trends, und zwar Florales auf pastellfarbenen Sideboards und Kommoden.

Trend 5: Licht und Beleuchtung im Fokus

Beleuchtung ist schon lange nicht mehr ausschließlich funktional. Die Beleuchtung tritt in den Vordergrund und wird gezielt zur Raumgestaltung eingesetzt. Bei Classicon sieht man zeitlose Kugelleuchten in der Gruppe. Vita Copenhagen präsentiert die wundervollen Feder- und Schuppenleuchten in einem Waldsetting, die Leuchte Acorn wirkt ganz alleine und puristisch für sich und bei Kettnaker sieht man die Beleuchtung der Regalelemente. Die Firma Pulpoproducts präsentiert die Leuchte Steeldrop der Berliner Design Agentur e27 gleich im Doppelpack. Die Beleuchtung ist ein Statement und wirkt fast skulptural je nach Einsatzort und Setting.

Das Label Le Klint kannte ich vor der Möbelmesse nicht und ich bin wirklich begeistert von den Origami-ähnlich gefalteten Plissee-Lampenschirmen. Das Unternehmen arbeitet mit jungen Designern und Architekten zusammen und vertraut auf das eigene Designverständnis. Viele verschiedene zeitlose Schönheiten findet man im Produktsortiment des dänischen Leuchtenherstellers. Ich werde mich dort auf jeden Fall bei Gelegenheit mal genauer umsehen.

Und nun? Welcher Trend gefällt Euch persönlich am Besten? Oder konntet Ihr noch andere Trends ausmachen für dieses Jahr? Ich freue mich auf Eure Impulse und wünsche ein fabelhaftes Wochenende!

Kathrin

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