Das Guggenheim in New York

Eine Tasse aus Beton oder „Tea-Cup“ wird das Gebäude in der Fifth Avenue in New York oft scherzhaft genannt. Der Spiralbau an der Upper East Side wurde vom berühmten Architekten Frank Lloyd Wright entworfen. Das „Solomon R. Guggenheim Museum“ wurde 1939 gegründet, damals noch auf der 24th East Street.

Der Architekt

Der exzentrische Entwurf von Frank Lloyd Wright entstand dann 1943 und 1956 begann die Bauphase des imposanten Gebäudes. Die feierliche Eröffnung fand 1959 statt. Weltweit gibt es fünf Guggenheim Museen – das in New York ist aber das Älteste.

Guggenheim New York innenleben design blackandwhite architektur

Das Besondere an diesem Museum ist, dass die Ausstellungen immer oben beginnen: Man fährt mit dem Aufzug hoch und auf dem Rückweg über die spiralförmigen Rampen entdeckt man die Ausstellung. Die einzelnen Ausstellungsräume entlang der Spirale erschließt man ebenfalls über die lange Rampe. Die oberen Betonringe der Spirale sind zudem viel breiter als die unteren, was dem Guggenheim seine ungewöhnliche, trichterförmige Form verleiht.

Das Gebäude

Durch seine futuristische Form, die – wie man meinen könnte – nicht erst kürzlich errichtet wurde, bekam es sogar eine „Rolle“ im Film Men in Black. Die dramatischen Kurven des Gebäudes winden sich mit kontinuierlichen 3% Steigung um ein Atrium bis nach oben zu einer Glaskuppel, über die Licht ins Innere gelangt. Der runde Grundriss ist zugegebenermaßen nicht funktional aber sicher sehr eindrucksvoll. Die sechs Etagen gehen ineinander über und verbinden so die Räume und die Ausstellungsbereiche miteinander.

Im Jahr 1992 wurde das Museum in New York erweitert. Die Planung übernahm Gwathmey Siegel Kaufman Architects, die Wrights Originalskizzen analysierten und daraus den Entwurf für einen zehnstöckigen Turm entwickelten. An den Wänden käme die Kunst besser zur Geltung, hieß es – im Gegensatz zu dem Hauptgebäude, das fast mit der Kunst konkurriert, wie viele Kritiker sagen.

Guggenheim New York innenleben design blackandwhite architektur seite

Guggenheim New York innenleben design blackandwhite architektur gehende personen 650

Guggenheim New York innenleben design blackandwhite architektur ampeln 650

Dauerausstellungen

Neben vielen guten temporären Ausstellungen gibt es zwei Ausstellungen, die immer im Guggenheim zu finden sind. Die Thannhauser Sammlung ist aus dem Erbe einer erfolgreichen deutschen Kunsthändler Familie, die mit den Guggenheims befreundet waren. Die Sammlung umfasst unter anderem Kunstwerke von Picasso, Van Gogh oder Cézanne und ist komplett im Besitz des Museums.

Die zweite Dauerausstellung ist aus dem Erbe der Guggenheims und beinhaltet Werke der frühen Moderne, beispielsweise von Chagall, Kandinsky oder Mondriaan. Solomon R. Guggenheim präsentierte seine Kunstsammlung mit moderner und avantgardistischer Kunst vor dem Bau des Wright-Gebäudes in New York ausschließlich in seinem privaten Wohnzimmer.

Leider war es mir bisher noch nicht vergönnt das Gebäude in Natura zu inspizieren. Über die Fotos, die mir freundlicherweise mein Schwager zur Verfügung gestellt hat und Grundrisse, die ich im Netz gefunden habe, habe ich versucht das Gebäude ein wenig näher kennenzulernen. Ist noch eine Frage offen geblieben? Was interessiert Euch an dem Gebäude? Gerne recherchiere ich für Euch weiter und freue mich auf Feedback!

Signatur neu

Fotocredits: Ingo Knieps

2 thoughts on “Das Guggenheim in New York

    1. Liebe Franzy, ja ich mag die Fotos auch! Das „Rohmaterial“ kommt von meinem Schwager, ich habe sie noch ein wenig bearbeitet und fertig! 🙂 LG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.