Die Architektur des Flatiron-Buildings in New York

Donnerstags um 17 Uhr hatten wir damals im Studium Baugeschichte. Donnerstag war auch der Hauptausgehtag der hiesigen Studenten. Ich war hin und her gerissen: Die Baugeschichte interessierte mich ja, aber in Gedanken war ich schon vor meinem Kleiderschrank, den ich systematisch nach passenden Klamotten für den Abend absuchte. Ich wollte aufpassen, aber leider sind meine Gedanken viel zu oft abgeschweift …

Der Professor gehörte damals schon zum Urgestein des Fachbereichs und er wusste wirklich viel über die Geschichte, ja er war praktisch Teil der Geschichte und ich hätte viel von ihm lernen können. Deshalb freue ich mich immer wieder, wenn ich etwas Baugeschichte nachholen kann und deshalb findet Ihr auch ab und an, wie auch heute, ein historisches Gebäude hier auf dem Blog.

 

 

 

Heute geht es um das Gebäude, das Ihr ziemlich mittig auf dem Foto oben seht: Das Flatiron Building in New York! Und mit diesem Post darf ich an der wunderbaren #nycblogparade von Astrid und Silvia teilnehmen – und das obwohl ich noch niemals in New York war. Na toll, jetzt hab ich nen Ohrwurm! Die Fotos sind 2010 auf der New York Reise meines Schwagers entstanden und ich darf sie freundlicherweise verwenden. Vielen Dank an dieser Stelle!

flatiron building nycblogparade mit fahne

flatiron building nycblogparade ausschnitt

Das Flatiron Building wurde von dem Chicagoer Architekten und Stadtplaner Daniel Hudson Burnham entworfen. Als es damals 1902 fertig gestellt wurde, war es das weltweit höchste Gebäude. Es fällt vor allem durch seine Bügeleisen-ähnliche Form auf, die zur Folge hatte, dass starke Winde auf der Straße entstanden. Das Gebäude in der 5th Avenue 175 ist durch seine markante Form gleichzeitig eines der Wahrzeichen von New York und der Namensgeber des Viertels in dem es steht: Das Flatiron District in Manhattan.

Das 91 Meter hohe Gebäude war für New York ein eher untypisches Gebäude: Es besitzt keinen vorspringenden Sockel und man findet Elemente der Neorenaissance und der Beaux-Arts-Architektur. Das Tragwerk des Wolkenkratzers wurde in Stahlskelettbauweise errichtet, die Fassade mit Terrakotta aus dem benachbarten Staten Island verkleidet.

Um das spitzwinklige Grundstück städtebaulich optimal auszunutzen, wurde der dreieckige Grundriss des Gebäudes gewählt, aus der sich seine hohe, schmale Keilform ergab – ein „Bügeleisengebäude“ (engl.: flatiron für Plätteisen, Bügeleisen). Die spitze Seite, die man auf dem Foto unten in Nahaufnahme sieht ist nur zwei Meter breit. Diese Verjüngung des Dreiecks ist auch einer der Gründe für die Stahlkonstruktion. Klassisches Mauerwerk hätte man viel dicker dimensionieren müssen und so wäre viel Nutzfläche im Innern verloren gegangen. Durch die aerodynamische Form passt es sich genau in das Dreieck der Straßen Fifth Avenue, des Broadway und der 23rd Street.

flatiron building nycblogparade

Ich hoffe der kleine New York Exkurs hat Euch gefallen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei Astrid und Silvia für die Einladung zur #nycblogparade – ich freue mich, dass ich dabei sein durfte! Hier könnt Ihr übrigens die Liste aller Teilnehmer einsehen. Es waren schon viele tolle Posts dabei und auch die nächsten Tage gehts noch weiter – ganz im Sinne „New York, New York“. Morgen gibts Cheesecakes von Cynthia Barcomi auf Leckere Kekse und am Donnerstag ein New-York-Papercut bei Missredfox!

Nun habe ich aber noch ein kleines Schmankerl für Euch: Auf dem Blog Leckere Kekse könnt Ihr am Ende der Parade ein tolles Buch gewinnen. Mein Teil des Lösungssatzes, der am Ende benötigt wird, lautet: „dieser“. Die restlichen Lösungswörter findet Ihr auf den Blogs der anderen Teilnehmer. Viel Glück! (Das Gewinnspiel ist leider schon vorbei)

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