Ausflugstipp: Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Über mehrere Kilometer zieht sich das Gelände mit Industriehallen, Schutthalden und Schornsteinkonstrukten der Völklinger Hütte. Die entsprechende Autobahnstrecke ist geschwindigkeitsbegrenzt und man kann einen Blick auf diese Kulisse werfen. Viel besser ist es aber, wenn man selbst durch die Gebäude und Bereiche wandelt. Das Beste: Alle ein bis zwei Jahre findet dort eine wechselnde Ausstellung statt.

Das Weltkulturerbe

Seit 1994 zählt das Hüttenareal der Völklinger Hütte zu den 39 Welterbestätten der UNESCO in Deutschland. Es steht beispielsweise gleichberechtigt neben der chinesischen Mauer oder dem Great Barrier Reef in Australien und ist doch so anders. Als Saarländerin, die noch im Saarland wohnte hat es mich nie dort hin gezogen, obschon ich mich ja eigentlich schon immer für Architektur interessiert habe.

Später als ich schon in Trier war gab es sogar an der Hochschule im Fachbereich Architektur Exkursionen und Veranstaltungen in den Industriehallen der Hütte, zu meiner Zeit leider noch nicht. Ich weiß auch nicht, ob es mich damals sonderlich interessiert hätte. Mein Ehrgeiz, meine Wissbegier und vieles mehr kamen erst später. Eigentlich mit meinem Umzug nach Trier. Das war für mich damals so etwas wie ein Motivations- und Kreativitätsbooster. So, das war  jetzt aber genug Privacy! 😉

Selbst ist die Frau

Ich habe das Ganze also selbst in die Hand genommen! Ein Arbeitskollege von Herr Innenleben wohnt in Völklingen und so war das in diesem Jahr schon die zweite Ausstellung, die wir uns gemeinsam angeschaut haben. Okay, ich muss gestehen, dass ich beim letzten Mal gar nicht dabei war. Dieser Besuch war also mein erster Besuch der Völklinger Hütte überhaupt. Seit über zwanzig Jahren. Eine Schande. Oder? Im letzten Jahr haben wir die Nero-Ausstellung in Trier zusammen besucht und nun also ein bisschen Weltkultur.

Der Besuch war so etwas wie ein Abenteuer. Die erste Ausstellung fand ich nicht allzu prickelnd: Das Gold der Inka ist langweilig im Gegensatz zu den endlos großen Hallen und Gleisen. Es gibt so viel zu sehen und entdecken. Die riesigen Maschinen aus Eisen und Stahl sind so gewaltig und eindrucksvoll, so viele Motive für meine Kamera!

Ein Paradies für die Kamera

Leider waren mir die Hände ein wenig gebunden bzw. hatten wir drei Kids dabei, die nicht wirklich viel Geduld hatten. Ich habe aber trotzdem ein paar schöne Motive einfangen können und das war definitiv nicht mein letzter Besuch dieser eindrucksvollen Location.

Die zweite Ausstellung gefiel mir besser: UrbanArt Biennale 2017. Die Schau wurde in der „Möllerhalle“ gezeigt. In dieser 10.000 Quadratmeter großen Halle wurden zu Hüttenzeiten die Erze gelagert. Bis zum 5. November konnte man an dieser Stelle Kunst des 21. Jahrhunderts bestaunen, der Fokus lag auf der Urban Art Südamerikas.

Kunst an trashigen Wänden

Diese Ausstellung hätte ich mir gerne noch etwas eingehender angesehen und ich wäre gerne noch in den Hallen rumgestreift, aber die Kids… hier ein paar Fotos, um Euch einen Eindruck zu vermitteln. Betonwände, Stahlträger, Holzboden Rawstyle – und Kunst an den Wänden: Die perfekte Mischung.

Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Europäisches Zentrum für
Kunst und Industriekultur

Rathausstraße 75-79
66333 Völklingen

6. November 2017 bis 24. März 2018
täglich von 10 bis 18 Uhr

25. März 2018 bis 4. November 2018
täglich von 10 bis 19 Uhr

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