Ateliers am Beckerturm in Sankt Ingbert

Im Juli habe ich eine Freundin in der alten Heimat besucht, mit dabei natürlich: Meine Kamera. Die Fotos von den Industriedesign Gebäuden, die an diesem Tag entstanden sind möchte ich Euch heute mit der passenden Geschichte dazu zeigen. Ich habe Euch schon einmal von Susanne erzählt und zwar vor ungefähr genau einem Jahr. Da habe ich bei der Adventskalender Blogparade meiner Berufskollegin Franzy vom Blog Der Schlüssel zum Glück eines von Susannes Büchern vorgestellt. (Hier findet Ihr den Beitrag) Susanne hat schon mehrere Bücher geschrieben, die im TOPP-Verlag erschienen sind, das neueste Werk heißt „DIY im Handlettering-Style„, auch sehr aktuell!

Seit wir uns nun im letzten Jahr nach einer gefühlten Ewigkeit wieder gesehen haben, war unser Ziel ein gemeinsamer Nachmittag zum Betonieren. In den Sommerferien war es dann soweit und wir hatten sehr viel Spaß dabei. Susannes bessere Hälfte André ist selbstständiger Kommunikationsdesigner und hat im Innovationspark am Beckerturm das Foto-Atelier für seine Agentur André Köhl | Kommunikationsdesign. Weil er die Räumlichkeiten nicht immer braucht, hat sich Susanne kurzerhand im Industriedesign Atelier mit eingenistet. Sie hat eine eigene Hälfte und stellt dort die wunderschönsten Betonkreationen her. Leider habe ich im Innenraum so gut wie keine Fotos gemacht, nur von Susannes Objekten. Wir waren einfach zu sehr mit dem Betonieren beschäftigt, ich hole das beim nächsten Mal nach, versprochen!

Nun geht es aber eigentlich in diesem Post eher um das Areal in dem sich das Atelier befindet in dem wir gearbeitet haben: Den Innovationspark am Beckerturm in Sankt Ingbert. Auf dem oberen Foto sieht man – nach meiner Vermutung – eines der ehemaligen Verwaltungsgebäude mit einer wunderschönen Klinkerfassade. Die leichte Stahl-Glas-Konstruktion auf dem Foto unten zeigt das ehemalige Pförtnerhäuschen am Eingang des Geländes.

Was ist dieser Innovationspark?

Am Standort des Innovationsparks gab es früher, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe, die „Becker Brauerei“ (ugs.), eine kleine St. Ingberter Brauerei. 1997 wurde die Bierproduktion nach Homburg in die größere Karlsberg-Brauerei verlagert. Die wird sicher der ein oder andere von Euch kennen. Ich denke, dass die Verlagerung durchgeführt wurde, unter anderem, um die Vorgänge zu optimieren und Geld bei der Produktion einzusparen.

Die Gebäude der Brauerei, das Sudhaus und natürlich auch der Brauturm, der das Wahrzeichen von St. Ingbert ist, blieben aber nicht lange leer. Der Innovationspark am Beckerturm wurde 1997 gegründet und diesen alten, erhaltenswerten Gebäuden, wurde neues Leben eingehaucht. Mittlerweile haben sich auf dem gesamten Areal mehr als 125 Unternehmen, Handwerker und Dienstleistungsbetriebe angesiedelt, die sich inmitten des ganzen Industriedesign sehr wohl fühlen.

Das Wahrzeichen von Sankt Ingbert

Der Beckerturm, so wie er bei den Einheimischen genannt wird, gehört zum ehemaligen Sudhaus der Brauerei. Er wurde zwischen 1925 und 1931 von Regierungsbaumeister Hans Herkommer aus Stuttgart entworfen. Herkommer war einer der bekanntesten Baumeister katholischer Kirchen in den zwanziger Jahren. Der Turm, der aus meinem Lieblingsmaterial Beton (ach nee…) besteht, ist 42 Meter hoch, besitzt neun Geschosse und steht zudem unter Denkmalschutz. Als ich noch in Sankt Ingbert gelebt habe, war ich nie auf diesem Gelände. Ich habe nur immer von weitem den Turm bestaunt. In der Advents- und Weihnachtszeit wird an der Spitze des Turmes immer ein riesiger „Stern von Betlehem“ befestigt, den man fast von jeder Stelle in der Stadt sehen kann. Ich habe das geliebt als Kind!

Industriedesign meets Bauhaus

Die übrigen Gebäude des Areals erinnern mich teilweise an das Bauhaus in Dessau, es wurde in etwa zur gleichen Zeit errichtet. Leider konnte ich keine Angaben zu dem Baumeister dieser Gebäude finden, aber vielleicht finde ich ja im Nachgang noch etwas darüber raus. Die Gebäude mit der Verklinkerung sehen so anders aus als der Turm, ich gehe nicht davon aus, dass diese auch von Herkommer entworfen sind. Weiß vielleicht jemand was darüber?

Hinter einer dieser blauen Stahltüren haben Susanne und André ihr Atelier, in dem wir fleißig betoniert haben. Die Innenansichten gibts dann wie schon versprochen bald einmal und als Trost zeige ich Euch nun noch ein paar der wundervollen Arbeiten von Susanne. Es ist einfach nur toll, was man mit Beton alles machen kann, perfekt passend zum Industriedesign des Parks. Habt Ihr auch schon einmal etwas mit Beton gestaltet?

 

 

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3 thoughts on “Ateliers am Beckerturm in Sankt Ingbert

  1. Liebe Kathrin,
    wieder ein sehr schöner Beitrag, mit tollen Bilder, wie ich finde.
    Ich finde es super, wenn alten Gebäuden neues Leben eingehaucht wird und sie so weiterhin genutzt werden
    Und klasse was sich aus Beton so alles machen lässt.
    Ich habe schon länger vor etwas aus Beton selber zu fertigen… Da kommt Dein Post quasi wie gerufen, als Startschuss das Projekt endlich mal anzugehen.
    Und wenn es mir Freude bereiten sollte, weiß ich ja jetzt auch schon wo ich die passende Literatur finde.
    Liebe Grüße
    Verena

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