Ahrweiler – Ein Spaziergang

Im Winter hatten wir in unserem Feriendomizil an der Ahr, Besuch von unseren lieben Freunden aus Trier. Wir haben zusammen einen kleinen Rundgang durch die Stadt Ahrweiler gemacht und ich habe ein paar der Sehenswürdigkeiten mit meiner Kamera eingefangen, diese möchte ich Euch jetzt vorstellen. Unser Spaziergang ging in Bachem an der Ahr los, von dort sind wir nach Ahrweiler gestartet.

Start in Bachem

Bachem liegt auf der anderen Seite der Ahr und so mussten wir den Fluss erst einmal überqueren. Dann gehts  etwa einen Kilometer an der Ahr entlang bis man zum Ahrtor gelangt, durch das wir die eigentlich immer die Stadt betreten. Das Ahrtor ist quasi die Porta Nigra von Ahrweiler, beziehungsweise hat Ahrweiler gleich vier davon, zwei davon werden wir im Laufe des Rundgangs hier auch noch kennen lernen.

Gleich hinter dem Ahrtor hat man die Möglichkeit, über eine Treppe, den begehbaren Teil der Mauer zu betreten. Von oben sieht man schon die Spitze der Sankt Laurentius Kirche, die mitten im Herz von Ahrweiler auf dem Markt steht. Wir haben uns aber zuerst auf den Weg entlang der Stadtmauer gemacht. Auf dem Weg gibt es beispielsweise herrlich erhaltene alte Fachwerkhäuser und Weinreben, die über der Straße wachsen. Ich liebe Weinreben die über der Straße wachsen, das ist so idyllisch und ich finde in den heutigen Zeiten braucht man manchmal auch ein wenig Idylle!

Stadtmauer und Obertor

Das nächste Tor, das wir erreichen ist das Obertor. Hier der Text auf der Stahlplakette am Tor: „Westlicher Torturm der Stadtbefestigung des 13.-15. Jahrhunderts, viergeschossig mit ausgekragtem Obergeschoss, vier Ecktürmchen und spitzem Walmdach. Aussen Spitzbogentor, Fallgitterschuz, Pechnase, 3 eingemauerte Steinkugeln zum Gedenken an die Belagerung durch die burgundischen Truppen Karls des Kühnen 1476. Figur der Heiligen Ursula mit Schutzmantel, Patronin der Oberhut.“

Gegenüber dem Obertor steht das Peter Friedhofen Haus, der Gründer der „Genossenschaft der barmherzigen Brüder von Trier“ wohnte dort als Lehrling und später als Schornsteinfegermeister. Ein Stück weiter an der Stadtmauer entlang und dann durch die Altenbaustraße in Richtung Markt, gelangt man zum Weißen Turm. Dieser dient heute als Museum und Standesamt – meine liebe Schwiegermutter hat dort 2014 geheiratet – und beherbergt eine Malschule.

Der Weiße Turm

„Weißer Turm – Auch der alte Bau und Staffel Turm genannt. Dreigeschossiges gotisches Turmhaus des 14./15. Jahrhunderts aus verputztem Bruchstein. Gotischer Spitzturm um 1663 durch italienische Barockhaube mit laternenartigem Aufsatz ersetzt. Wetterfahne mit Postkutsche. Hier einst römisches Landhaus, fränkischer Meierhof. Später Herrensitz berühmter Adelsgeschlechter, darunter der Ritter von Staffel. Nach 1689 den „weißen“ Mönchen der Prämonstratenser-Abtei Steinfeld geschenkt. Im 19. Jahrhundert städtischer Besitz, 1860 Höhere Bürgerschule, seit 1907 Ahrgau-Museum.“

Wenn man am Weißen Turm weiter gerade aus vorbei geht, gelangt man zum Dreh- und Angelpunkt der Stadt Ahrweiler: Dem Marktplatz. Mitten auf dem Platz steht die Pfarrkirche St. Laurentius. In dieser Kirche haben wir schon Gottesdienste zu schönen und traurigen Anlässen gefeiert, alle Schützengottesdienste finden dort statt und auch prunkvolle Hochzeiten. Der Pfarrer ist Saarländer. Ich mag die Kirche!

Sankt Laurentius Ahrweiler

„Sankt Laurentius – Erste gotische Hallenkirche im Rheinland, Grundsteinlegung 1269, Dreischiffig, Mauerwerk verputzter Bruchstein, durch Strebepfeiler gegliedert. Eingebauter Turm, ab Dachansatz drei Geschosse mit Blenden und Schall-Löchern, darüber Giebelkranz und Spitzhelm. Satteldach mit Dachreiter, Walmdächer über Seitenschiff-Jochen. Im Innern starke Rundpfeiler, Kapitelle mit heimischem Blattwerk, Kreuzrippen-Gewölbe, Langhaus, 4 Emporen, 3 Joche, bewirken Eindruck von Basilika und Querschiff. Hauptchor und schräg gestellte gleich hohe Seitenchöre mit Schluss aus 5 Achteck-Seiten, reiche Innenausstattung.“ (Text von der Stahlplakette an der Kirchmauer)

Auf dem vorletzten Foto oben sieht man übrigens das dritte Stadttor, das Adenbach-Tor. Man gelangt dort hin, wenn man hinter der Kirche entlang geht und dann durch die Adenbachhutstraße. Durch dieses Tor gelangt man zum Bahnhof von wo aus man diverse Wandertouren starten kann. Nach der Sightseeing Tour könnt Ihr dann in einer der Lokale und Weinstuben einkehren, wenn Ihr Tipps braucht, könnt Ihr mir gerne schreiben!

Tipps anyone?

Oder wart Ihr schon einmal in Ahrweiler oder wohnt sogar dort und könnt MIR Tipps geben? Auch darüber freue ich mich, denn es ist ja nicht meine Heimatstadt und ich finde es immer wieder toll, neue Orte kennen zu lernen!

 

4 thoughts on “Ahrweiler – Ein Spaziergang

  1. Vielleicht ist es viel zu offensichtlich, da es ganz nah ist, aber letztes Mal haben wir uns Traben-Trarbach entdeckt. Was mir super gefallen haben, die Häuser, die im Jugendstil gebaut worden!

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